Inhaltsverzeichnis
- Das richtige Equipment für Flüssigdünger
- Effiziente Organisation für die Befüllung des Sprühgeräts
- Zeit- und Kostenersparnis durch Transporttanks
- Wetter und unvorhersehbare Faktoren auf dem Betrieb berücksichtigen
1. Das richtige Equipment für Flüssigdünger
Für die Ausbringung von Flüssigdünger ist das passende Sprühgerät unerlässlich. Die Wahl hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe des Betriebs, der Anzahl der Hektar, die gedüngt werden sollen, den eingesetzten Düngemitteln und der vorhandenen Traktorleistung. Auch das Budget spielt eine Rolle. Ein gut ausgewähltes Sprühgerät sorgt für präzise Dosierung und gleichmäßige Verteilung des Düngers.
Ebenso wichtig sind Lagertanks für Flüssigdünger, idealerweise aus UV-beständigem Polyethylen. Sie sind leicht, langlebig und einfach zu reinigen. Lagertanks auf dem Betrieb ermöglichen:
- Schnellere Befüllung des Sprühgeräts
- Flexibilität bei der Bestellung außerhalb der Hauptsaison
- Kostenersparnis durch Mengenrabatte
2. Effiziente Organisation für die Befüllung des Sprühgeräts
Eine gute Organisation ist entscheidend, um Leerlaufzeiten zu vermeiden. Die Tanks sollten rechtzeitig vor der Düngesaison gefüllt werden. Bestellungen in der Nebensaison sind oft günstiger und sichern die Verfügbarkeit des Düngers.
Achtung bei Rückständen aus vorherigen Düngergaben: Sie können die Düsen verstopfen, besonders bei Mehrnährstoffdüngern wie Stickstoff-, Schwefel-, Phosphor- oder Kaliumpräparaten. Tanks mit Rührsystemen und glatten Innenwänden erleichtern die Durchmischung und Reinigung. Für die Reinigung empfiehlt sich ein Hochdruckwasserstrahl mit angepasster Temperatur, immer nach Herstellerangaben.
Zusätzliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern
Da jedes Bundesland zu den allgemeingültigen Auflagen zwei weitere Maßnahmen einführen musste, ergeben sich Unterschiede in der neuen Düngeverordnung 2020 für rote Gebiete. Diese Maßnahmen konnten von den Bundesländern aus einem Maßnahmenkatalog oder frei gewählt werden. Grundvoraussetzung war jedoch, dass sie über die allgemeinen Regelungen hinausreichten.
Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen fordern als rote Gebiete Auflagen, dass Betriebe den Dünger innerhalb einer Stunde in den Acker einarbeiten. In Niedersachsen muss die Güllelagerkapazität für mindestens sieben Monate reichen. Darüber hinaus muss eine Nährstoffanalyse von Gärresten und Wirtschaftsdünger erfolgen. Dies gilt auch für Nordrhein-Westfalen und Bayern. Bayern verlangt außerdem eine jährliche Bodenstickstoff-Analyse auf sämtliche Flächen roter Gebiete. Der Zeitpunkt kann selbst gewählt werden. Ausgenommen sind nur mehrschnittiger Feldfutterbau und Grünland.
3. Zeit- und Kostenersparnis durch Transporttanks
Mit zunehmender Betriebsgröße nehmen die Entfernungen zwischen Hof und Feldern zu. Transporttanks bieten eine praktische Lösung:
- Sie fungieren als mobiler Puffer und reduzieren die Anzahl der Fahrten
- Der Transport von Flüssigdünger ist schneller und stabiler als ein voll beladenes Sprühgerät
- Moderne Tanks können mit Anti-Schwall-Systemen ausgestattet werden, was die Sicherheit erhöht
Viele Modelle sind auf straßenzugelassenen Fahrgestellen leicht beweglich. Systeme wie das „Rapidmount System“ ermöglichen eine feste Befestigung ohne Riemen, die sich bei Bewegung lösen könnten.
4. Wetter und unvorhersehbare Faktoren auf dem Betrieb berücksichtigen
Das Wetter ist der unberechenbarste Faktor bei der Flüssigdüngung. Eine Ausbringung in einem ausreichend großen Wetterfenster ist entscheidend. Leichter Regen nach der Düngung sorgt für eine optimale Nährstoffaufnahme. Trockenes, heißes oder windiges Wetter kann dagegen zu Verlusten durch Verdunstung führen.
Moderne Wetter-Apps oder eigene Betriebswetterstationen helfen, die Ausbringung genau zu planen. Ziel ist, die Düngung effizient zu gestalten und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen zu maximieren.
